Blumen von Jesus – Teil 6 – Abschluss
Autorin: Anette Sorge
Blumen für Mama
Unentschlossen stand Niklas im Blumengeschäft. Welchen Strauß sollte er nehmen? „Wieviel kostet der?“, fragte er schließlich und deutete auf einen bunten Strauß, der ihn irgendwie an die Blumenwiese in seinem Traum erinnerte. „Vierzehn Euro“, antwortete die Verkäuferin.

Okay, den nehme ich“, entschied Niklas. Er hatte sein ganzes Taschengeld mitgenommen, und das waren immerhin fünfzehn Euro. Wie gut, dass sein Geld reichte.
Während die Verkäuferin die Blumen in Papier einwickelte, malte Niklas sich aus, wie sehr Mama sich freuen würde über den schönen Strauß.
„Okay, den nehme ich“, entschied Niklas.
Er hatte sein ganzes Taschengeld mitgenommen, und das waren immerhin fünfzehn Euro. Wie gut, dass sein Geld reichte. Während die Verkäuferin die Blumen in Papier einwickelte, malte Niklas sich aus, wie sehr Mama sich freuen würde über den schönen Strauß.
Zuhause angekommen packte er den Blumenstrauß aus und stellte ihn in eine Vase auf den Tisch. Mama war wieder bei einer Freundin, nur Papa war zuhause. Stirnrunzelnd sah er den Blumenstrauß. „Woher hast du den, Nicki?“, fragte er. „Aus dem Blumengeschäft.“ „Warum?“ „Mama sah die letzten Tage so traurig aus, da dachte ich, ich mache ihr mal eine Freude!“, antwortete Niklas ernsthaft. Papa starrte ihn entgeistert an, dann ging er kopfschüttelnd aus dem Zimmer.
Niklas schaute ihm erschrocken hinterher. War das jetzt ein Fehler gewesen, dass er den Strauß gekauft hatte? War Papa etwa sauer auf ihn? Das wäre aber echt unfair! Er hatte es doch nur gut gemeint. Irgendwie hatte er die ganze Zeit an den Blumenstrauß von Jesus denken müssen und die Idee gehabt, dass Mama sich auch über einen freuen würde. Traurig ging er in sein Zimmer. Er schloss die Augen und dachte an Jesus. Jesus wohnte in seinem Herzen und wollte Gemeinschaft mit ihm haben, also konnte er ja jetzt auch mit ihm sprechen und ihm erzählen, was ihn so traurig machte. „Jesus“, schluchzte er, „Ich habe das Gefühl, ich habe alles falsch gemacht! Ich wollte Mama doch nur eine Freude machen, und jetzt ist Papa sauer, und ich weiß nicht, warum! Was soll ich nur machen?“ Während er so betete und mit Jesus redete, fühlte er sich auf unerklärliche Weise getröstet, und ihm war, als würde Jesus zu ihm sagen: „Du hast nichts falsch gemacht, du hast genau das Richtige getan. Warte nur ab und vertraue mir!“
Nach einer Weile klopfte es an seine Zimmertür.
„Ja“, rief Niklas, und Papa kam herein. Sein Gesicht sah ernst aus, und in seiner Hand hielt er einen Zwanzig-Euro-Schein.
„Niklas“, sagte er, dann stockte er. Es fiel ihm offensichtlich schwer, zu sagen, was er sagen wollte.

„Ich habe mich wie ein Dummkopf verhalten. Es tut mir leid. Ich sollte eigentlich derjenige sein, der Mama Blumen schenkt, nicht du. Aber mein Stolz stand mir im Weg. Ich wollte mich einfach nicht entschuldigen. Und plötzlich kamst du mit den Blumen, und ich habe mich zuerst geärgert, weil ich genau wusste, dass ich sie hätte kaufen müssen. Dabei warst du mir in Wirklichkeit ein Beispiel, und ich musste meinen Stolz runterschlucken. Ich möchte dir den Blumenstrauß abkaufen und Mama schenken.“ Er reichte ihm den Zwanziger.
Niklas starrte ihn sprachlos an. Dann strahlte er. „Ist in Ordnung, Papa. Aber der Blumenstrauß hat nur vierzehn Euro gekostet.“
„Macht nichts, das passt schon, Nicki.“
Niklas konnte ihn zwar nicht sehen, aber er wusste genau, dass Jesus ihn gerade anlächelte.
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Das war der Abschluss der starken Geschichte von Anette Sorge, exklusive für das SARAH-Buch: Ein besonderer Dank geht an sie.
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